No Beige-Bashing! Oder: Eine Hose mit Hindernissen

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Als Selmin Anfang Februar Beige zur aktuellen Farbe bei den 12 Colours of Handmade Fashion erklärte, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Weil ich aber auch nicht kneifen wollte, dachte ich mir eine superschlaue Strategie aus: Einfach etwas nähen, das schnitttechnisch so herausfordernd ist, dass die Farbe zur Nebensache wird. Soviel vorweg: Die Strategie ist aufgegangen. Dass meine neue Hose beige ist, war am Ende wirklich mein geringstes Problem. Allerdings könnte es sein, dass ich von nun an bis an mein Lebensende Schreikrämpfe bekomme, wenn ich auch nur das Wort „Beige“ höre, weil es jetzt für immer untrennbar mit diesem nervenzehrenden Projekt verbunden sein wird. Zur Vorbeugung starte ich jetzt direkt mal mit dem therapeutischen Schreiben.  … weiterlesen …

Capsule vs. Colourful – ein grüner Pullover und ein paar Gedanken über Farben

Grüner Pullover - Burda - Schneidersitz

Selten habe ich mir beim Nähen eines Kleidungsstückes so viele Gedanken gemacht wie bei meinem neuen grünen Pullover. Und dabei ging es noch nicht einmal um den Pullover, sondern um die Frage, wieviel Farbe in (m)einen Kleiderschrank gehört.

Eigentlich hatte ich geplant mich 2017 wieder intensiver mit den verschiedenen Capsule Wardrobe-Konzepten zu beschäftigen. Doch dann verkündete Selmin von Tweed & Greet das Motto ihrer neuen Aktion: 12 Colours of Handmade Fashion. Im ersten Moment war ich etwas verstört, denn diese beiden Ansätze schienen sich zu widersprechen. Auf der einen Seite geht es um „Weniger“ – weniger Kleidungsstücke und auch weniger Farben. Auf der anderen Seite ist das Motto „Mehr“, nämlich „Mehr Farbe im Kleiderschrank“. … weiterlesen …

Mint – die Farbe der Vernunft

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Am vergangenen Wochenende habe ich die Heizung wieder angestellt und die dicken Wollpullis hervorgeholt. Draußen wird es langsam dunkler und grauer. Zeit, den Kleiderschrank auf Herbst umzustellen. Schon im letzten Jahr habe ich diese Zeit für eine große Klamottenkur genutzt – inspiriert von vielen Capsule Wardrobe-Ideen …weiterlesen…

Musterschülerin. Oder: Warum meine neue Bluse lieber eine Hose sein wollte.

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Ich habe eine Art Musterphobie. In meinem Kleiderschrank gibt es fast nur Einfarbiges – abgesehen von Streifenshirts (Aber das zählt nicht, oder?) und ein paar sehr dezenten Ton-und-Ton-Mustern. Obwohl mir gemusterte Kleidungsstücke eigentlich oft gut gefallen – auf dem Bügel, oder an anderen. Aber an mir? Schwierig. Allerdings versuche ich gerade mich selbst zu therapieren. Neulich fand ich bei Stoff und Stil in Köln diesen sehr schönen Viskose-Webstoff mit blau-weißem Rauten-Muster. Perfekt für eine Bluse, dachte ich mir. Zuhause vor dem Spiegel drapierte ich ihn dann noch mal um meine Schultern und begann zu zweifeln. Vielleicht doch ein bisschen viel, irgendwie erschlägt dich das. Vielleicht wenn keine Ärmel dran sind? Und der Ausschnitt tiefer? Oder ich mach ’nen Kimono draus, dann kann ich noch was Einfarbiges drunter tragen? Ich grübelte ein paar Wochen lang, bis mir dann neulich an den heißen Tagen auf der Straße immer mal wieder Frauen in bunt gemusterten Hosen auffielen. Damit konnte ich mich dann schon mehr anfreunden. …weiterlesen..

Ein fast schon kalligrafischer V-Ausschnitt

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Gemusterte Stoffe, ausgefallene Knöpfe, Ziernähte und Volants: alles so Sachen, die zwar ganz nett sind, auf die ich aber gut verzichten kann. Ausschnitte jedoch dürfen bei mir jede erdenkliche Form annehmen. Wer braucht schon einen banalen Rundhals, wenn er Wasserfall, U-Boot oder Karree haben kann. Klingt doch auch gleich viel aufregender. Oder eben V. Klingt nicht ganz so toll, geht aber vorne und hinten, groß und klein, breit, tief, mit was drunter oder auch nicht. Ist klar, was ich sagen will, oder?

Auf jeden Fall wusste ich bei diesem Raglanshirt aus der Burda 9/2014 schon beim Abzeichnen des Schnittmusters, dass ich es mögen würde. …weiterlesen…